Projekt

Eine Woche lang werken. Dafür haben mein Arboner Freund und ich eine ganze Woche in unseren Agenden reserviert, nichts anderes geht vor, nichts ausser unserer Projekte, die nur mit gegenseitiger Unterstützung entstehen – wenigstens was das meine anbelangt -, so dass am Ende der Woche zwei Gemeinschaftsprodukte die Werkstatt verlassen werden.

Ohne sein Können geht bei dem, was ich machen will, nichts. Er sägt die Bretter, zeigt mir, wie ich bohren soll. Dreht mit der Maschine die Schrauben in das Holz. Erklärt mir, dass, wer etwas aufs Handwerk gibt, die Schrauben mit Schlitz gleich ausrichtet, selbst wenn sie an einem Ort sind, wo sie nicht gesehen werden können.

Und er wundert sich, dass ich nicht mit der gleicher Präzision meine Aufgabe löse. Der Abstand zwischen meinen Bohrlöchern, um mit Mikadostiften eine Schranke zu konstruieren, variert um Millimeter. Beim Einfügen realisiere ich ganz zum Schluss, dass die Untenseite sogar um ein gebohrtes Loch reicher ist, als die Oberseite. Ihn schauderts und ich bin glücklich über die Unregelmässigkeit, die sich daraus ergeben hat. Doch zufrieden sind wir beide, als wir am Abend des ersten Tages die Werkstatt verlassen und wir freuen uns auf Tag zwei, auf die Fortsetzung unserer Pensionistenprojekte.

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