aushalten (4)

Die Barbara Gemeinschaft findet am Mittag ein Ende. Barbara, die Gastgeberin, gibt noch einmal einen wunderbaren Tipp: Frühstücken im «Café K – Kunst unter Kiefern». Während dessen sie sich im Krafttraining abmüht, schlemmen Barbara und Barbara – meine langjährigste Freundin und ich – frische Brötchen, Käse und was man halt sonst noch so reinhaut.

Noch einmal reden wir über die gemeinsamen Berliner Tage. Barbara zieht Fazit über die vergangenen, erlebnisreichen Tage: «Da kann ich nur sagen: Ich hab’s gut ausgehalten.» Wer sie kennt, weiss, dass sie einerseits meine Bloggeschichten «aushalten» zitiert und anderseits ein riesiges Kompliment an unsere Barbara Gemeinschaft ausspricht, denn reisen ist – und war – noch nie ihr Ding.

Dann fährt Barbara – die Gastgeberin – Barbara an den Flughafen und ich ziehe alleine weiter Richtung Berlin Mitte, wo sich am Abend die Teilnehmenden der Rudertour durch Berlin, die am Montag beginnt, zu einem ersten Briefing treffen.

Der Zufall lässt mich in eine Sackgasse schlendern an deren Ende sich ein Fussballfeld mit künstlichem Rasen befindet. Erst denke ich: ein Frauenteam ist am Üben – die blauen versuchen sich im Angreifen und die roten im Abwehren. Geschossen wird bloss auf das eine Tor und das Publikum ist, im Gegensatz zum Vortag, bescheiden: ein paar verlorene Seelen, die Bier trinken, ein schreiender Trainer, eine Handvoll Frauen am Rand des Fussballfeldes und ich. Doch die dominierenden blauen von Berlin Mitte kämpfen gegen die roten, eine türkisches Fauenteam, um Punkte.

Etwas später entdecke ich doch noch Publikum. Es sitzt an den Tischen auf dem Gehsteig und schlemmt, und im Ladenlokal stehen sie Schlange vor der Vitrine und huldigen der Auslage wie einer Prinzessin. Kein Wunder – schliesslich nennt sich dieser Ort ganz unbescheiden: «Princess Cheesecake». Das Wasser läuft auch mir im Mund zusammen und trotzdem drängt mich die Warterei zum Weitergehen.

Ich wandere weiter durch’s Berlin, das mir heute ausnehmend gut gefällt und denke: «Hier lässt es sich gut aushalten.»

2 Gedanken zu “aushalten (4)

  1. Barbara Bürer schreibt:

    Ja, das mit dem Reisen! Aber ich habe es sehr genossen – mit Dir und mit/bei meiner Berlin-Barbara. Jetzt hat mich der Alltag wieder. Hoffentlich hattest Du im Ibis eine gute Nacht, so dass Du heute die ersten 45 Kilometer der wöchigen Bootsfahrt rudern magst. Herzlich, Barbara

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