infiziert

Über dem westlichen Europa fast nichts anderes als eine Nebeldecke. Mal mehr, mal weniger. In Gedanken bin ich noch immer dort, beim Abschied von Doris – nach dem fest Halten das Loslassen und alleine entschwinden, dorthin, wo ich mich bereits im vergangenen September entschlossen hatte, hinzugehen – nach Island.

Damals wollte ich es. Und heute? Jedenfalls als ich aufwachte, nicht mehr so wie vor einem halben Jahr. Das sagte ich auch Doris. Troztdem fuhren wir los und ich ging alleine weg, weil zu Hause bleiben keine Alternative gewesen ist.

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Und nun ist bereits Mitternacht.

Der Wind pfeifft scharf und bläst durch die Fensterritzen. In Hestheimar sind die Stimmen verstummt, die über Pferdeabenteuer und eigene Isländer reden und von den unzähligen Aufenthalten, die sie hier verbracht haben – seit Jahren, im Sommer, im Winter … Die aus der Schweiz hergereiste Gruppe, zu der ich eine Woche lang gehören werde, hat mich wohlwollend in ihren Kreis aufgenommen – nicht als ebenbürtige Reiterin, sondern als eine, die, wie sie, in ihrem Innersten auch irgendwie von diesem Islandvirus infiziert ist.

 

3 Gedanken zu “infiziert

  1. Ich bin sehr gespannt, was du berichten wirst, denn ich kenne Island überhaupt nicht, aber habe mir schon immer, gerne Berichte im TV angeschaut.
    Abschied ist nie schön und genau deshalb wünsche ich dir eine abwechslungsreiche Zeit,
    damit die Sehnsucht nicht zu arg wird.

    Liebe Grüsse,
    Uschi

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