warum – 3

Und hier, gleich zu Beginn der Woche, erneut ein Nachdenken, angeregt durch die Kartenaktion des Kollektiv Warum, lanciert von zwei jungen Frauen, die dadurch individuelle Sichtweisen auf einen gesellschaftlichen Kontext aufzeigen wollen. (In «initialisieren» habe ich ausführlicher darüber geschrieben).

«Fordere eine Dir nahe stehende Person auf, zu
 beschreiben, was Du mit Deiner Zeit machst.»

warum – 2

In «initialisieren» habe ich bereits über die beiden Frauen, den Gründerinnen des «Kollektiv Warum», geschrieben. Ihre Idee gefällt mir. Anhand von Fragen, die sie rund um zivilgesellschaftliche Themen wie Geld und Arbeit stellen und anhand von Karten, Aktionen und via Facebook  individuelle Sichtweisen auf einen gesellschaftlichen Kontext aufzuzeigen wollen. Ihre Themen regen an – zum Nachdenken, für Gespräche. Zum Beispiel:

Stell Dir vor, Du sitzt mit einer Dir nahen Person am Esstisch. 
Ihr lebt in einer Welt ohne Geld. 
Schreibe uns den Dialog, den ihr führt.

 

initialisieren

Für einmal nehme ich die entgegengesetzte Richtung. Nicht im «Café du Bonheur» will ich die Tageszeitung zum Kaffeetrinken lesen, sondern im «Z am Park», das mein Liebling war, solange es das Bonheur noch nicht gab.

Einfach wieder einmal etwas anderes. Einfach wieder einmal entgegengesetzt – und wenn’s nur die Gehrichtung ist.

Nach dem Lesen von Schauerlichkeiten, Erfolgsgeschichten im Sportteil sowie Hintergründigem zu Kunst und Kultur trete ich auf die Strasse, leicht irritiert. Was waren das für Karten auf der Ablage, was stand da über «Arbeiten».

Rewind.

Neben Wasserkrug und Gläsern liegt wirklich ein Stapel weisser Karten mit jeweils einer ans Gegenüber gerichteten Frage. Ich lese die erste, packe sie mit noch zwei anderen ein. Zu Hause suche ich nach Informationen und lese, dass  das «Kollektiv Warum» zwei junge Frauen sind, die Fragen rund um zivilgesellschaftliche Themen wie Geld und Arbeit stellen mit der Intention, «individuelle Sichtweisen auf einen gesellschaftlichen Kontext aufzuzeigen», wie zum Beispiel:

Beschreibe Deinen Alltag, wenn Du nicht mehr Arbeiten müsstest...

Das … wenn Du nicht mehr Arbeiten müsstest… betrifft mich, als Pensionierte, ja seit mehreren Monaten nicht mehr. Das war einmal. Aber genau dieser Satz initialisiert mein Zurückgehen. Würde ich dieses Verhalten interpretieren, würde ich sagen, was ich nun schreibe: Im einen Leben nicht mehr und im andern noch nicht ganz verhaftet.