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Ist es Zufall, Schicksal oder ein sich schliessender Kreislauf?

Jedenfalls, als wir heute an unserem letzten gemeinsamen Tag, bevor Schwester und Schwager ohne mich zurückkehren, am frühen Morgen noch einmal gemeinsam um die Ecke in die Strasse des Souks biegen, überholt uns ein drahtiger, junger Mann mit gewinnendem Lächeln. Nichts Aussergewöhnliches.

Er kehrt sich um, grüsst – bonjour – und heisst uns in Marokko herzlich willkommen. Bienvenue.

Danke, antworte ich und bin, weil ich Gesichter gut abspeichern kann, schnell im Reagieren. Für ihn zu schnell – für mich genügend Zeit, um ihm die Frage nach dem Markt der Berber, der nur heute ist, zu stellen!

Der Geschichtenerzähler, dem wir vor 10 Tagen in die Falle tappten und daraufhin im Labyrinth landeten, erkennt uns nun ebenfalls. Doch als wir ihn mit unserm schadenfreudigen Lachen beschenken, hat er sich, als ob es ihn nie gegeben hätte, einfach in Luft aufgelöst, so als wäre alles bloss eine Geschichte gewesen – eine aus tausend und einer Nacht.

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