gehen (4)

Für Zilla Leutenegger bin ich vor einem Jahr nach München gereist. Und diese Woche nun auch nach Chur. Im neu eröffneten Bündner Museum (siehe «gehen 3») gibt es ein Mini-Museum innerhalb des Museums, genannt «Labor» – ein konzeptuell und räumlicher Freiraum, den geladene Kunstschaffende frei nutzen können.

Zilla Leutenegger, die in Chur aufgewachsene Künstlerin, ist die erste, die diesen Raum bespielt. Während der Bauzeit hat sie das Entstehen des Raumes verfolgt. Dabei hat sie, die in ihren Werken häufig das faszinierene Spiel von Schatten und Licht einsetzt, auch dieses Mal, das vom spanischen Architekten-Duo konzipierte, einfallende Licht zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit genommen.

Und so gibt es im «Labor» unter anderem ein grossflächiges, dunkles Bild – ein Raum mit Flügel mit einzelnen Lichtflächen. Und wie von Zauberhand gehen Licht-und-Schatten Muster des Fensters über die Wand. Typisch für Zilla Leutenegger und dennoch überraschend.

Einfach magisch wie diese von der Künstlerin arrangierte Licht-Schatten-Fläche über Wand und Bild kriecht, schwebt. Geht.

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3 Gedanken zu “gehen (4)

  1. Wie sie wohl darauf kam, auf das Arbeiten mit Licht und Schatten?
    Ich sehe mir Derartiges so gerne in Wäldern und Tälern an, auf von der Sonne erhitzten Sandböden oder so. Noch was Banales: Der Vorname der Künstlerin gefällt mir gut!

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    1. wo der ursprung dieser licht-schatten-spiele liegt weiss ich auch nicht. ich habe 2 mögliche erklärungen:
      – sie ist möglicherweise ein nachtmensch und fasziniert von überraschenden schatten, von autoscheinwerfern die vorübergehend licht ins zimmer werfen, sich entlang der wände tasten, das fensterkreuz dabei schatten wirft und danach alles wieder wie ein spuk entschwindet, bis dass ein anderer autoscheinwerfer dieselbe szene wiederholt … jedenfalls ist eine solche installation eine ihrer früheren arbeiten.
      – sie setzt für ihre installationen immer wieder projektoren ein, wenn man sich da in den lichtstrahl stellt, wie im kino vor die projektion, gibt es ebenfalls faszinierendes … faszinierend genug fürs suchen nach weiteren, neuen umsetzungen.
      lieber gruss. barbara

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  2. Silke G. schreibt:

    Wunderschöne Bilder, danke!
    Licht und Schatten – auch ein Bild für die Facetten des Gehens: die dunklen (Fortgehen, etwas geht zu Ende) und die hellen (auf etwas zu gehen, etwas geht/ist möglich) …
    Die Reise GEHT weiter …

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