wann

Täglich: Krieg ohne Ende.

Mit den Waffen, die je nach Sprachgebrauch fürs Morden oder fürs Verteidigen geliefert werden, werden jeweils auch Frauen, Kinder und humanitäre Einrichtung bewusst gezielt.

Menschen flüchten.

Die einen sagen: Stopp. Die andern: Willkommen.

Ich kenne die Lösung ebenfalls nicht. Auch nicht eine annähernde – ausser einer logischen: Frieden und Gerechtigkeit.

Ich höre, wie sich Politiker und Politikerinnen profilieren. Von Frauenrechten reden und kulturellen Unterschieden. Ich frage mich: Wo waren die sich heute Profilierenden, als es im «eigenen Land», in der «eigenen Kultur» um Gleichstellung und um angemessene Strafen bei Missbrauch und Übergriffen gegen Frauen ging. Wo waren sie mit ihren saftig, populistisch-lauten Ausrufen «so nicht!»?

Am World Economic Forum (WEF), das 1971 gegründet wurde, treffen sich die sogenannten Opinion Leaders dieses Wochenende bereits zum 46. mal in Davos, um über Lösungen zu reden und finden welche?

Und schon 1966, also vor 50 Jahren, fragte sich Pazifistin Joan Baez:

Sag‘ mir, wo die Blumen sind,
Wo sind sie geblieben?
Sag‘ mir, wo die Blumen sind,
Was ist geschehen?
Sag mir, wo die Blumen sind,
Mädchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je verstehen,
Wann wird man je verstehen?
Sag‘ mir, wo die Mädchen sind
Männer nahmen sie geschwind.
Sag‘ mir, wo die Männer sind
Zogen fort, der Krieg beginnt.
Und sag‘, wo die Soldaten sind
Wo sind sie geblieben?
Sag‘, wo die Soldaten sind.
Über die Gräber weht der Wind.
Sag‘ mir, wo die Gräber sind.
Blumen blühen im Sommerwind.
Wann wird man je verstehen,
Wann wird man je verstehen?

Übrigens: Joan Baez tourt mit dieser Frage und diesem Lied noch immer durch die Welt*.

 

 

6 Gedanken zu “wann

  1. Da es nach der bereits in Gang gesetzten industriellen Revolution (siehe WEF 2016) offenbar in weiten Teilen ganz gut ohne Fussvolk geht, werden die unsäglichen Mauerbauer aller Länder (Blochers, LePens, Trumps, Orbans usf.) leider ihr menschenverachtendes Trampeln mit allen Geld-, Manipulations- und Beseitigungsmitteln fortsetzen.

    Gefällt 2 Personen

  2. Das Lied von Joan Baez begleitete mich durch meine Jugend, ich liebe es noch immer, ich danke dir dafür!
    Frieden und Gerechtigkeit … beides rückt immer weiter fort, anstatt des näherkommt. Ich bin oft ratlos!
    herzliche Grüsse
    Ulli

    Gefällt 2 Personen

  3. Liebe Barbara, genau das frage ich mich auch: „Ich frage mich: Wo waren die sich heute Profilierenden, als es im «eigenen Land», in der «eigenen Kultur» um Gleichstellung und um angemessene Strafen bei Missbrauch und Übergriffen gegen Frauen ging. Wo waren sie mit ihren saftig, populistisch-lauten Ausrufen «so nicht!»?“

    Gefällt 1 Person

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