spüren

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Neblig.

Nein, inhaltlich.

Doris will wissen, wie er war – dieser Kurstag, als sie am Abend telefoniert.

Ich erzähle von der engagierten Gruppe, die sich stark einbrachte und aufeinander einging. Ich erzähle von uns – meinem «schwedischen» Freund und mir -, wie wir es als erfahrenes, vertrautes Team mehrmals schafften, den vorgesehenen Ablauf kurzfristig umzustellen, um noch gezielter auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden einzugehen.

«Weisst du», sage ich freudig, «selbst am letzten Tag als Trainerin habe ich noch dazu gelernt.»

Wir erwähnen dabei fast gleichzeitig die Frau, die mir durch Dreharbeiten in einem Altersheim zur Freundin wurde und nun seit acht Jahren tot ist. Als ich damals die 94-Jährige einmal fragte, was das Leben ausmache, gab sie mir zur Antwort: «Nicht still stehen» – nicht aufhören, sich zu bemühen, weiterzukommen.

Damals war ich beeindruckt und dachte, dass «nicht still stehen» als Lebenshaltung erstrebenswert ist und heute glaub(t)e ich, diesen Funken zu spüren.

 

 

 

4 Gedanken zu “spüren

  1. „Stillstände“ erlaube ich mir. Um wieder weitergehen zu können, sonst liege ich irgendwann nur noch kraftlos rum. Kraftlos rumliegen, ja, da denke ich wie Fassbinder: Schlafen kann ich, wenn ich tot bin – könnte noch lange dazu schreiben, aber ich will gleich los…
    Interessantes Leben!

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  2. Barbara Bürer schreibt:

    Das „alte Team“: eingespielt und „ganz jung“. Freue mich, dass Du den Jungen, die diesen schwierigen Beruf verantwortungsvoll ausüben wollen, so viel von Deiner Erfahrung weitergeben konntest! – Übrigens heute hat mir mein Mami zum 60. Mal zum Barbara-Tag gratuliert. Ist das nicht schön, dass sie mit bald 88 Jahren noch so jung ist, um daran zu denken! Barbara

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