Wochenende (2)

Erschrocken sind wir beide – er und auch ich.

Noch sitze ich in meinem Büro, das ich im Hinblick auf meine bevorstehende Pensionierung schon ein Jahr vor dem eigentlichen «Ereignis» mietete. Hier schreibe ich nun, überlege. Ich ordne und entleere den Computer-Papierkorb «sicher», weil das Foto-Programm das Öffnen verweigerte. 22’365 Objekte sind zu löschen. Es dauert. Das Warten hat sich gelohnt.

Nach Erfolg und anschliessendem Abrunden meiner Aktivitäten, verabschiede ich mich beim Verlassen der Räumlichkeiten von meinem Vermieter, der am Computer arbeitet. Vor ihm liegt Erledigtes auf dem Boden – Couverts die zur Post gebracht werden sollten.

Und dann geschieht das Überraschende, das uns beide kurz so etwas wie erschreckt und ins Stocken bringt: «Tschau», sage ich und wünsche: «Ein schönes Wochenende.» JETZT – im Moment, als ihn am Gesagten etwas irritiert -, realisiere ich: Es ist nicht Freitagabend, sondern Mittwoch, kurz nach 13 Uhr. Für die meisten ist es Halbzeit einer normierten Arbeitswoche und für mich, die am Büroausgang steht, gefühlsmässig bereits Wochenende.

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