Flucht (1)

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Ostdeutsche auf der Flucht in den Westen – dieses Foto hängt an der Wand der Notaufnahme Marienfelde im Westen Berlins und zeigt Menschen, die im August 1961, beim Bau der Mauer, vor der Aufnahmestelle in der Schlange stehen. Derselbe Ort hat heute zwei Eingänge. Der eine führt zum Museum «Erinnerungsstätte Notaufnahmelager» mit seiner permanenten Ausstellung zur Flucht im geteilten Deutschland. Der andere ist der Zugang zum Übergangswohnheim, wo heute vorübergehend Hunderte von Familien aus Syrien, Afghanistan und dem Iran leben.

Meine Schwester und ich öffnen diejenige Tür, die zur deutschen Vergangenheit führt. Wir sehen Zahlen, die wir kaum glauben: In vier Jahrzehnten, bis zum Umbruch 1989/90, verliessen rund 4’000’000 (4 Millionen) Menschen die DDR. Allein im März 1953 – drei Monate vor dem Volksaufstand «17. Juni» – waren es 58.605, die dem Land den Rücken kehrten. Wir hören Zeugen, die erzählten, weshalb es für sie keinen andern Weg als die Flucht gab: Verfolgung, Willkür, Folter. Wir lesen Zitate von Menschen, die ihre Heimat verlassen haben und sind erschüttert, weil sich die Dramen wiederholen. Heute ist’s nicht anders: Tagtäglich erreichen zwischen 500 und 700 Flüchtlinge Berlin – Frauen, Männer, Mädchen, Knaben.

Zitate aus «Erinnerungsstätte Notaufnahmelager»:

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