aushalten (2)

Die Geschichte «aushalten (1)» erschien anfangs September und handelte von der Begegnung mit der seit 10 Jahren pensionierten Bekannten, die es kaum erträgt, den Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Mit dem Schlusssatz und dem darin enthaltenen Wort «aushalten» provozierte ich einige Reaktionen.

Jemand schrieb mir, aushalten müsse man das Wissen um die Endlichkeit und die Besorgnis, wie der Weg dorthin sein werde.

Eine anderer Gedanke, verbunden mit einer Frage, war: «Was aushalten? – sich selbst? oder die Freiheit?»

Eine Freundin wollte mir den Link zu den Synonymen von «Duden online» schicken. Sie liess es dann aber beim Verbalisieren sein. Ich habe daraufhin nachgeschaut und liefere hier eine  Auswahl: ausgesetzt sein, ausstehen, bewältigen, durchhalten, durchstehen, ertragen, tragen, verdauen, verschmerzen, bestehen, fertigwerden mit …

Den Satz, der soviel auslöste, formulierte ich am Ende der Geschichte, weil ich vor hatte, eine Fortsetzung zu schreiben. Zum Beispiel, was «aushalten» mit meinen dauerferien auf sich hat.

Fortsetzung folgt.

2 Gedanken zu “aushalten (2)

  1. Habe mir gerade überlegt, ob ich den Zustand nach dem aktiven Erwerbsleben ebenfalls Dauerferien nennen werde. Wenn ich an meine Eltern denke, nein, wenn ich an die ehrenamtlich Tätigen im Claro und im Kino denke auch nein und beim Denken an die Menschen im Alterszentrum, ebenfalls nein. Nur wenn Ferien Abenteuer bedeutet, dann könnte ich mich anschliessen. Vielleicht werde ich es aber gleich beim Namen nennen.

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    1. bei dauerferien ist es ähnlich wie bei ferien – frau kann sie gestalten, wie sie es für gut hält:
      mit abenteuer (suchen, erleben, ausweichen, verhindern, nachrennen etc)
      mit verschlafen
      mit arbeiten (bezahlt, unbezahlt)
      mit aushalten
      mit aktivismus
      mit warten (auf godot)
      oder ähnlichem
      da ich altersbedingt nicht mehr im strukturierten arbeitsleben stehe und deshalb dafür nicht mehr mit temporären ferien «beschenkt» werde, nenne ich MEINE zeit nach dem aktiven erwerbsleben eben dauerferien – weil das temporäre in diesem fall viel bewusster bis zur endlichkeit dauert. was hältst du von diesen argumenten, liebe nina?

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