schwimmen (1)

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«Sundhöll Reykjvikur», Reykjaviks ältestes Schwimmbad, liegt ganz in der Nähe meiner Unterkunft.

Die Regeln sind strikt und die entsprechenden Hinweis-Schilder unübersehbar. Der Umkleidebereich kann nur ohne Schuhe betreten werden. In den Badebereich darf nur, wer den ganz nackten Körper mit Seife gewaschen hat – insbesondere die delikatesten Stellen, die auf einer Zeichnung kreisförmig eingefärbt sind.

Der Hot Pot mit 42 Grad heissem Wasser liegt im Aussenbereich. Da sitze ich nun. Der Wind rupft am Haar. Rund um mich isländisches Plaudern. Ich frage mich, weshalb lässt sich der Mann vis-à-vis von mir das Wappen der isländischen Republik auf den linken Oberarm tätowieren. Und er fragt: «Woher kommst Du?»

Aus welchem Land ich angereist bin, ist dem 50-jährigen egal. Er schimpft über die Einflussreichen. Menschen würden ihre Arbeit und Häuser verlieren, weil sich Politiker auf Kosten der Bevölkerung bereichern und dadurch im Geld schwimmen würden. Island sei das korrupteste Land, das er kenne. Er lässt mich nicht mehr als «realy» sagen.

Die Hitze treibt uns bald einmal aus dem Pot zurück zu den Regeln, die einem, sofern man sie einhält, trockenen Fusses zurück zur Garderobe bringen. Wenigstens habe ich für einmal trockene Socken nach dem Schwimmen.

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