bewusst

Auch wer dauerferien hat, muss regelmässig Ferien machen. Bei mir wird es in gut einer Woche soweit sein.

Am 12. Mai fliege ich nach Reykjavik und werde insgesamt sieben Wochen Ferien auf Island verbringen; die ersten fünf Wochen alleine mit mir, die beiden letzten Wochen werden meine Lebenspartnerin und ich die Westfjorde bereisen.

Weshalb ausgerechnet Island? Weil es mich seit über 15 Jahren dahin zieht. Und ich noch nie dort war. Weil ich die Natur liebe. Und dort soll man auf der Schöpfung hocken, wie mir unlängst ein Freund erzählte. Weil ich fühlen will, wie es ist, wenn es praktisch nur den Tag und kaum die Nacht gibt. Es gäbe noch viel mehr Gründe wie Farbenintensität, Einsamkeit, der Sage verbundene Menschen, die sich alle beim Vornamen nennen. Und und und.

Der aller wichtigste Grund aber ist, dass ich all dies bewusst suche, um ebenso bewusst, einen bewussten Break zwischen Arbeitsleben und dauerferien zu schieben. Deswegen habe ich mich auch entschieden, die ersten fünf Wochen alleine mit mir zu sein, um mich mit mir und dem nächsten Lebensabschnitt auseinandersetzen.

Noch stehen Koffer und Rucksack leer im Keller im Gegensatz zu meinen angefüllten Lebensrucksack. Dass ich diesen ebenfalls nach Island buckeln werde, ist mir sehr wohl bewusst. Doch möglicherweise wird er leichter, weil mir die Auseinandersetzung mit mir offenbart, welches Gewicht sich nicht lohnt, weiterzutragen und wieder nach Hause zu bringen.

Ein Gedanke zu “bewusst

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