tschüss

Nach über 40 Jahren Arbeitsleben hatte ich mein definitiv letztes Mitarbeiterinnen-Gespräch, das MAG. Dies war vor genau zwei Wochen.

Ich sitze, als bald schon pensionierte SRF-Ausbildnerin, im Büro meiner Fach-Vorgesetzten. Wir schätzen einander sehr. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Gespräche geführt – nicht nur einfache, aber immer sachbezogene.

Der ritualisierte Ablauf des MAG’s verläuft kollegial, freundschaftlich, professionell – fast so, als würde es noch viele weitere geben. Aber ich höre es zum letzten Mal, was sie an mir und meiner Arbeit besonders schätzt: Klarheit, Haltung, Engagement.

Und dann kommt, was kommen muss – auch wenn ich mir im Vorfeld immer wieder eingetrichtert habe: «Lass dich nicht gehen!».

Als ich die Zeile sehe, die sie mir vorliest «du fehlst mir schon jetzt», kommen Tränen. Ich weine. Sie auch. Uns ist egal, dass zu unserem «tschüss» die Emotionen hörbar fliessen.

Sie sucht nach ihren Papiertaschentüchern.

Eigentlich gibt es keinen besseren Abschluss: mit guten Erinnerungen in den wohlverdienten Ruhestand, beziehungsweise ab in dauerferien.

Allerdings spüre ich auch eine Wehmut. Weshalb dies so ist, erzähle ich ein anderes Mal.

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